Paprika und Chili

Botanischer Name
Capsium
Anbau

Aussaat
Für beide gilt, sie haben eine lange Entwicklungszeit. Deshalb, wer Chili heranziehen will, muss noch früher mit der Aussaat beginnen, als bei Tomaten. Ende Januar bis Ende Februar wird im Haus ausgesät. Die Keimtemperatur muss 28 Grad betragen. Wie bei der Aussaat von Tomaten und Zucchini gilt, die Erde muss feucht, darf aber nicht nass sein. Chili keimen nach ca. einer Woche, sobald sie gekeimt sind, werden sie hell gestellt. Sie werden in kleine und später größere Töpfe pikiert. Bis nach den Eisheiligen, Mitte Mai, bleiben sie im Haus, ein heller, sonniger Standort ist wichtig.

Pflanzung
Chilis sind besser im Kübel zu halten als im Freiland, so sind sie schnell ins Haus zu schaffen, wenn es noch mal kälter wird und können immer dorthin gestellt werden, wo es besonders sonnig, warm und windgeschützt ist.

Weitere Kulturarbeiten
Paprika und Chilis sind nicht nur sonnenhungrig, sondern brauchen auch regelmäßig Wasser und Düngung, z. B. Brennesseljauche und Guano.

Pflanzenschutz
Chilis können von Blattläusen befallen werden, dann muss schnell gehandelt werden. Diese Gefahr besteht auch, wenn sie im Herbst ins Haus eingeräumt werden. Auch in kalten Sommern sind sie oft geschwächt und anfällig.
 

Ernte

Die Pflanzen blühen, je nach Aussaat, ab Mai. Um die Bildung vieler, weiterer Blüten zu erreichen, kann die erste Blüte (Königsblüte) heraus gebrochen werden. Chilis sind reif, wenn die Farbveränderung abgeschlossen ist, z.B. von grün nach gelb, oder von grün über schwarz nach rot.

Vermehrung

Bestäubung:
Chilis sind in der Regel Selbstbestäuber, durch regelmäßiges schütteln ist die Bestäubung zu fördern. Wenn wenige Blüten in der Nähe sind, wie in Gewächshäusern, können aber auch Bienen und Hummeln die Blüten besuchen. Wer vor Verkreuzungen sicher sein will, sollte nur eine Sorte weitervermehren oder einen großen Abstand einhalten.

Saatgutgewinnung
Für Saatgut sollten die ersten, gut ausgereiften Früchte verwendet werden. Aus diesen werden die Samen heraus gelöst und in Wasser gelegt. Achtung, bei scharfen Sorten mit Gummihandschuhen arbeiten und damit nicht an die Augen/Schleimhäute kommen! Die keimfähigen Samen sinken im Wasser schnell ab, die nicht keimfähigen schwimmen oben und können abgefischt werden. Die keimfähigen Samen werden getrocknet, in beschriftete Dosen oder Tüten getan und sind dann, wie Tomatensamen, gut fünf Jahre keimfähig.

Allgemeines
Paprika und Chili gehören zur selben Pflanzenfamilie: Capsicum. Paprika hat in der Regel dickfleischige Früchte, die mild sind, während Chili kleinere, oft scharfe oder sehr scharfe Früchte hat.

Standortansprüche
Beide, Paprika und Chili, sind wärmebedürftig und Paprika benötigt zur Entwicklung der größeren Früchte sehr viel Feuchtigkeit.