Kürbis „Grüne Olive“

Botanischer Name
Cucurbita maxima
Geschichte - Herkunft

Die Sorte wurde bereits vor 1885 in Frankreich gezüchtet und ist dort für den exzellenten Geschmack bekannt.

 

Beschreibung

Der Kürbis braucht viel Platz, mind. 3 qm. An den Nebentrieben bilden sich zunächst männliche, später auch weibliche Blüten. Nach der Befruchtung durch Insekten, Hummeln und Bienen entwickeln sich die Früchte.

Die Form der Früchte erinnert an grüne Oliven. Die Früchte reifen ab September bis zum Frost und wiegen 1 – 3 Kilo, also eine Größe, die Großstädter nicht überfordert. Die Schale ist fest und der Kürbis muss geschält werden. Das Fleisch ist orange.

Anbau

Kürbisse sind Starkzehrer, d.h. es ist sinnvoll, das Beet ausreichend mit verrottetem Mist und oder Kompost zu versorgen. Kürbisse sind Kälteempfindlich und werden deshalb erst ausgesät, wenn es entsprechend warm ist.
Die Pflanzen können ab Ende April im Haus vorgezogen werden. Dazu werden sie in ausreichend großen Töpfen, mind. 7 x 7 cm, und Aussaaterde 1,5 cm tief gesät. Werden verschiedene Kürbissorten, -arten ausgesät ist eine Beschilderung von Anfang an wichtig. Lange sehen alle Jungpflanzen sehr ähnlich aus. Die Aussaat nur mäßig feucht halten, die Keimtemperatur sollte 20 – 25 Grad betragen. Nach der Keimung sollten die Pflanzen heller und etwas kühler gestellt werden. Frühestens ab Mitte Mai können die Pflanzen ins Freiland gepflanzt werden. Ein späterer Termin ist oft besser. Beim Umpflanzen werden die Pflanzen etwas tiefer gesetzt, am Stiel wachsen weitere Wurzeln. Anfangs gut gießen, damit sich neue Wurzeln bilden können. Kürbisse brauchen viel Platz, das sollte beim Pflanzen berücksichtigt werden.
Bedacht werden muss, jeder Umpflanzstress 7 – 10 Tage Wachstumsunterbrechung bedeutet.
Eine Aussaat Ende Mai, Anfang Juni, wenn es verlässlich Tag und Nacht wärmer ist, bedeutet in der Regel keine große Verzögerung, da die Pflanzen schnell wachsen.

Nachdem Auspflanzen und Anwachsen sollte das Beet unkraufrei gehalten werden, mulchen mit Heu bietet Hilfe, hält den Wasserverlust geringer und düngt zudem. Kürbisse brauchen nicht so viel Stickstoff, aber Phosphat, Kalium und Mineralien, Düngung mit Kompost oder Guano sind hier hilfreich. Gewässert wird in Maßen und nicht direkt auf die Blätter.

Verschiedene tierische Schädlinge können den Kürbissen gefährlich werden. Blattläuse, auch Wurzelblattläuse und Weiße Fliegen können mit schwacher Seifenlösung vertrieben werden. Brennesseljauche stärkt die Pflanzen und verhindert den Befall durch die Blattsauger.
Schnecken mögen besonders Jungpflanzen und später junge Früchte. Hier besteht besonders bei nassem Wetter eine Gefahr.
Auch Kaninchen und Mäuse mögen Kürbispflanzen und -früchte zum Fressen gern.

Kürbisse fruchten an Nebentrieben, deshalb ist es sinnvoll den Haupttrieb zu kappen und so die Bildung von Nebentrieben zu fördern.
Die Reifung der Kürbisse braucht Zeit. Eine späte Ernte bedeutet immer auch eine bessere und längere Haltbarkeit.
Um dieses zu fördern kann einige Tage vor der Ernte der Hauptstängel gekappt werden, überschüssiges Wasser kann über die Blätter verdunsten.
Kürbisse sollten bei sonnigem und trocknem Wetter geerntet werden. Sie werden abgewaschen, damit Pilze und Bakterien von der anhaftenden Erde entfernt werden. Die Früchte müssen vorsichtig behandelt werden, damit die Schale nicht verletzt wird.
Kürbisse können gut und lange in einem gut belüfteten Raum gelagert werden, auch bei Zimmertemperatur.

Nutzung
Maximakürbisse können nicht nur für Suppen verwendet werden, auch andere Gemüsegerichte, Currys, Kuchen und Marmeladen sind möglich. Auch die Kürbiskerne können genutzt werden.

Vermehrung

Die verschiedenen Sorten einer Art können sich verkreuzen. Kürbisse werden von Insekten, Bienen, Hummeln befruchtet. Es ist deshalb sinnvoll, von jeder Art nur eine Sorte blühen und fruchten zu lassen.
Nach der Ernte der Früchte brauchen die Samen noch einige Zeit um auszureifen, sie bleiben also 3 – 4 Wochen, aber auch länger liegen. Es besteht keine Eile. Die entnommenen Kerne werden für 4 – 5 Tage in Wasser gelegt, damit die sich um den Kern befindliche Keimhemmung durch Vergären abbaut. Die Samen werden dann gespült und getrocknet. Gut getrocknete Samen werden trocken, aber luftig aufbewahrt. Eine ausreichende Beschriftung ist hilfreich und nötig. Gut trocken gelagerte Samen sind 3 – 7 Jahr keimfähig.