Mais - Zuckermais

Botanischer Name
Zea mays ssp. mays convar. Saccharata
Anbau

Mais kommt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika, ist wärmebedürftig und wird einjährig angebaut. Als Starkzehrer muss er gut versorgt werden. Deshalb sollte das Beet gut mit Kompost, evtl. auch mit Mistkompost vorab versorgt werden.
Mais braucht eine Keimtemperatur von min. 9 Grad, d.h. vergleichbar mit Busch- oder Stangenbohnen, die Aussaat im Freiland kann ab Mitte Mai passieren. Eine Vorkultur im Warmen ist ab Mitte April möglich.
Mais wird durch den Wind bestäubt. Die Pollen, die sich an den obenbefindlichen männlichen Blüten befinden, fallen herab und müssen auf den Griffeln landen. Damit das gelingen kann, ist ein Anbau im Kreis oder Quadrat sinnvoll.
Mais braucht ausreichend Wasser zum Wachsen. Bei Trockenheit muss gegossen werden.

Mischkultur

Mais wird recht hoch und braucht viel Licht. In seinem Schatten können Winterkohlpflanzen oder Silphien vorgezogen werden.

Ernte

Für die Küche wird Zuckermais unreif, im Stadium der Milchreife (die Körner sind noch ganz weich), geerntet. 

Vermehrung

Mais ist ein Fremdbefruchter, d.h. alle Maisarten und Sorten können sich miteinander verkreuzen. Deshalb sollte nur eine Sorte gleichzeitig blühen und ausreichend Abstand zu anderen Maisanbauten gehalten werden.

Das Saatgut sollte möglichst an der Pflanze ausreifen, bis die Blätter gelb und trocken sind. Die Hüllblätter werden zurück geschlagen, so dass der Kolben freiliegt und weiter trocknen kann. Nach ausreichender Trocknung werden die Körner vom Kolben getrennt und in beschrifteten Tüten gelagert.

Nutzung

Maiskörner können roh, gekocht oder gegrillt verzehrt werden.

Damit sich der Zucker nicht in Stärke umwandelt und die Körner nicht hart werden, sollten die Kolben nicht lange gelagert, sondern bald verzehrt werden.

Mais kommt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika, ist wärmebedürftig und wird einjährig angebaut. Kolumbus hat ihn in der Karibik kennengelernt und nach Europa gebracht. Bereits im Jahr 1525 gab es ersten Anbau in Spanien. In Deutschland wurde Mais im 16. und 17. Jahrhundert zunächst nur  in klimatisch begünstigter Regionen wie der Rheingegend oder Baden angebaut. Erst nachdem es 1805 und 1806 auf Grund einer Pflanzenseuche zu großen Ausfällen in der Kartoffelernte kam, begann man Maissorten zu züchten, die für das etwas strengere mittel- und norddeutsche Klima geeignet waren. Mais diente zumeist der Grünfuttergewinnung, als Viehfutter.

Milpa
In  Mittel- und Südamerika wurde Mais lange in einer Pflanzengemeinschaft mit Stangenbohnen und Kürbissen angebaut, den "Drei Schwestern". Der Mais bietet der Stangenbohne die Möglichkeit sich hoch zu winden. Die Stangebohne sammelt Stickstoff aus der Luft, lagert sie in den Wurzeln an und versorgt den Mais und den Kürbis, der mit seinen großen Blättern, den Boden beschattet. Wer das hier ausprobieren will, muss dem Mais mindestens 3 Wochen Vorsprung geben, sonst wird er von der Stangenbohne überwachsen.

Beschreibung
Mais ist eine einjährige, kräftig gebaute Pflanze, die zu den Süßgräsern zählt. Sie kann bis zu 3 m Höhe erreichen. Der Stamm, Halm, ist rund, bis zu 5 cm dick und in der Regel unverzweigt. Er verfügt über Knoten und endet in kräftigen Wurzeln, die auch der Standfestigkeit dienen. Die Blätter sind wechselseitig am Stamm angebracht.
Mais ist einhäusig, getrenntgeschlechtlich, d.h. beide Geschlechtsorgane befinden sich auf einer Pflanze.  Oben befinden sich die männlichen Blütenstände, an denen die Pollen heran wachsen und durch den Wind auf die weiblichen Griffel gelangen. Weibliche Blütenstände wachsen in den Blattachseln im mittleren und unteren Bereich. Diese Kolben, anfangs noch klein, sind mit langen, hellgrünen Griffeln ausgestattet. Nach der Befruchtung wächst der Kolben und die Griffel trocknen später und werden braun. Der Fruchtkolben enthält zur Reifezeit die Maiskörner. Sie können schwarz, rot, gelb oder weiß sein.
Es gibt unterschiedliche Maisarten , z.B.

  • Hartmais, Zahnmais, das sind die meisten bei uns angebauen Arten. Sie eignen sich als Viehfutter
  • Puffmais, hier ist das Gewebe sehr fest, durch erhitzen platzen die Körner
  • Zuckermais, ihm fehlt ein Gen, so dass sich bei Reife der Zucker nicht in Stärke umwandelt. Gewöhnlich wird es unreif geerntet und gegessen.
  • Stärkemais, eigner sich für Maismehl und Polenta.

Zuckermais,  Gemüsemais ist eine Form, die auf besonders süße Kolben gezüchtet wurde. Nach der Ernte sollte sie bald verzehrt werden, damit die Zucker erhalten bleibt.